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Looks

Puppenwimpern oder Katzenwimpern: zwei Looks, ein Tusch

Gleiche Mascara, andere Bürstenrichtung, komplett anderer Blick.

  • Redaktion crazylashes.de
  • 4 Min. Lesezeit
Nahaufnahme eines Auges mit violettem Lidschatten und schwarz getuschten Wimpern

Du hast eine Mascara, zwei Augen und fünf Minuten. Daraus lassen sich zwei komplett unterschiedliche Looks bauen: große, runde Puppenaugen oder ein lang gezogener Katzenblick. Der Unterschied liegt nicht im Produkt, sondern in der Richtung.

Das Prinzip: Wimpern sind Pfeile

Stell dir jede Wimper als kleinen Pfeil vor. Wohin die Pfeile zeigen, dahin wandert der Blick des Gegenübers. Zeigen sie gerade nach oben, wirkt das Auge höher und runder. Zeigen sie nach außen zur Schläfe, wirkt es breiter und schmaler zugleich.

Solange Tusche feucht ist, lassen sich Wimpern in eine Richtung kämmen. Beim Trocknen bleibt diese Richtung erhalten. Mehr Physik steckt nicht dahinter.

Puppenwimpern Katzenwimpern
Schwerpunkt Mitte des Auges Äußeres Drittel
Richtung Gerade nach oben, leicht aufgefächert Schräg nach außen zur Schläfe
Wirkung Rund, offen, wach Gestreckt, schmal, geheimnisvoll
Untere Wimpern Gern mit getuscht, vor allem mittig Eher weglassen oder nur außen

Puppenwimpern Schritt für Schritt

Der Puppen-Look lebt von einem offenen Fächer mit den längsten Wimpern in der Mitte.

  1. Ansatz betonen. Setz die abgestreifte Bürste am Ansatz an und bewege sie leicht hin und her.
  2. Mitte nach oben. Zieh die Wimpern in der Augenmitte senkrecht nach oben, direkt Richtung Augenbraue.
  3. Innen zur Nase, außen zur Schläfe. Die inneren Wimpern kämmst du leicht nach innen, die äußeren leicht nach außen. So entsteht ein Fächer wie bei einer aufgeklappten Hand.
  4. Mitte doppelt. Die zweite dünne Schicht kommt nur auf das mittlere Drittel, solange die erste noch feucht ist.
  5. Unten mittig. Tusche die unteren Wimpern sparsam, mit Schwerpunkt in der Mitte. Die Technik steht in Untere Wimpern tuschen.

Der Effekt wird stärker, wenn die Wimpern vorher gebogen sind und wirklich steil nach oben stehen.

Katzenwimpern Schritt für Schritt

Beim Katzen-Look wandert alles nach außen. Die inneren Wimpern spielen nur eine Nebenrolle.

  1. Innen zurückhaltend. Tusche das innere Drittel mit wenig Produkt und nur einer Schicht.
  2. Diagonal ziehen. Ab der Augenmitte ziehst du die Bürste nicht nach oben, sondern schräg nach außen Richtung Schläfe.
  3. Außen doppelt. Die zweite Schicht kommt nur auf das äußere Drittel.
  4. Spitzen strecken. Halte die Bürste am Schluss senkrecht und zieh die äußersten Härchen mit der Spitze noch einmal nach außen.
  5. Unten weglassen. Ungetuschte untere Wimpern halten den Look schmal. Wer mag, tuscht nur die äußersten Härchen.

Ein feiner Lidstrich, der am äußeren Augenwinkel leicht ansteigt, verstärkt die Richtung zusätzlich. Nötig ist er nicht.

Kurz gesagt: Puppenwimpern entstehen durch Tuschen nach oben mit doppelter Schicht in der Mitte. Katzenwimpern entstehen durch Tuschen nach außen mit doppelter Schicht am äußeren Drittel. Die Mascara bleibt dieselbe.

Welcher Look zu welchem Auge passt

Es gibt keine Vorschriften, aber ein paar Faustregeln für die optische Wirkung:

  • Schmale oder mandelförmige Augen wirken mit Puppenwimpern runder und größer.
  • Runde Augen bekommen durch Katzenwimpern mehr Länge.
  • Eng stehende Augen profitieren oft vom Schwerpunkt außen, weil er den Blick auseinanderzieht.
  • Weit auseinander stehende Augen vertragen den Schwerpunkt in der Mitte oder sogar leicht innen.
  • Augen mit hängendem äußeren Winkel wirken mit steil nach oben getuschten Außenwimpern gehobener als mit flach nach außen gezogenen.

Am Ende entscheidet der Spiegel. Probier beide Varianten an einem ruhigen Abend aus, eine pro Auge, und vergleiche. Abschminken musst du danach sowieso.

Typische Stolpersteine

Zu viel Produkt. Beide Looks brauchen getrennte Wimpern. Klebt alles zusammen, erkennt niemand mehr eine Richtung. Was dagegen hilft, steht in Mascara klumpt? So wirst du Fliegenbeine wieder los.

Zu spät korrigiert. Die Richtung lässt sich nur ändern, solange die Tusche feucht ist. Arbeite deshalb Auge für Auge.

Beide Looks gemischt. Mitte nach oben und außen doppelt ergibt weder Puppe noch Katze. Entscheide dich vorher.

Ungleiche Augen. Kaum ein Gesicht ist symmetrisch. Tritt nach dem ersten Auge einen Schritt zurück und gleiche das zweite an, statt streng nach Anleitung zu arbeiten.

Und wenn eine Brille davor sitzt?

Beide Looks funktionieren auch hinter Gläsern, verhalten sich dort aber unterschiedlich. Steil nach oben getuschte Puppenwimpern stoßen bei langen Wimpern eher ans Glas. Katzenwimpern laufen seitlich am Glas vorbei und machen weniger Ärger. Welche Rolle Gestell und Glasstärke spielen, liest du im Beitrag Wimpern-Look für Brillenträgerinnen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Puppenwimpern und Katzenwimpern?

Bei Puppenwimpern liegt der Schwerpunkt in der Mitte des Auges, die Wimpern zeigen nach oben. Bei Katzenwimpern liegt er außen, die Wimpern zeigen zur Schläfe.

Brauche ich für die Looks zwei verschiedene Mascaras?

Nein. Entscheidend ist die Richtung, in die du die Bürste ziehst, und die Stelle, an der du eine zweite Schicht aufträgst.

Welcher Look passt zu welcher Augenform?

Als Faustregel: Der Puppen-Look lässt Augen runder und offener wirken, der Katzen-Look streckt sie optisch. Erlaubt ist, was dir gefällt.

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